Controlling als Leitkonzept für die Evaluierung des Naturschutzes

 

Instrumente des Naturschutzes
Landschaftsplan
Grünordnungsplan
Eingriffsregelung

 

Freiburg
Natur und Landschaft
Räumliche Entwicklung
Verwaltung
Geschichte der Umweltbewegung

 

Evaluierung
Kontrolle Grünordnungsplanung
Kontrolle Landschaftsplan


Konzept
Konzept für Grünordnungsplanung
Konzept für Landschaftsplanung

 

Controlling von Instrumenten des Naturschutzes in der Ökohauptstadt Freiburg im Breisgau

 

Die homepage www.oekohauptstadt.de befasst sich mit einer Kontrolle der Planinstrumente, die dem Naturschutz in der  vielfach ausgezeichneten Ökohauptstadt Freiburg zur Verfügung stehen: dem Landschaftsplan und den grünordnerischen Festsetzungen in Bebauungsplänen. Diese im Rahmen einer Diplomarbeit aus dem Fach Landschaftsplanung an der TU Berlin vom Autor Jens Lüdeke (cand.-ing. Landschaftsplanung)  erstellte Evaluierung soll feststellen, ob Freiburg dem Ruf einer Modellstadt gerecht werden kann, und wo im Bereich Naturschutz noch Verbesserungsbedarf besteht. 

Gerade in einer Stadt wie Freiburg, die sich doch als „Wohlfühlstadt“ definiert und Umweltbewusstsein auf ihre Fahnen geschrieben hat und als deren Hauptstandortvorteil ihre hohe Lebensqualität herausgestellt wird, sollte ein verbessertes Naturschutz-Controlling von großem Interesse sein. In dieser Stadt, die so beliebt ist, dass sie seit langer Zeit ständig an Einwohnern zunimmt und in der deshalb ein hoher Bedarf an Bauflächen besteht, könnte eine verbesserte Landschaftsplanung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung sorgen und  die Lebensqualität in der Kommune erhalten.


Blick auf Freiburg
 

Die Kontrolle des Landschaftsplans brachte für eine sich als  Ökohauptstadt gerierende Stadt kein überdurchschnittliches Ergebnis.

So wurde das Konzept "Freiraumstruktur" nur in Teilen umgesetzt, 
auch die Konzepte zum Naturhaushalt und zum Landschaftserleben wurden nur z.T. realisiert. Der Konzeptionsteil zum Natur- und Landschaftsschutz wurde sogar in größten Teilen überhaupt nicht umgesetzt!

Als Ergebnis der durchgeführten Stichprobenkontrolle konnte bei den grünordnerischen Festsetzungen von Bebauungsplänen lediglich ein Umsetzungsgrad von nur knapp 2/3 der festgelegten Kompensationsverpflichtungen festgestellt werden. Es wird also nicht einmal den gesetzlichen Verpflichtungen aus Bundesnaturschutzgesetz und Baugesetzbuch genüge getan!

Es besteht also ein immenser Verbesserungsbedarf für die Instrumente des Naturschutzes in Freiburg in Breisgau. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde dafür ein Konzept entwickelt, das u.a. ein Kompensationsflächenkataster (auf Basis einer Datenbank und eines Geographischen Informationssystems) umfasst, das dazu dienen kann, die festgestellten Defizite zu beseitigen. 

Es herrscht in Freiburg ein starker Druck bezüglich Neubauflächen. 
Deswegen besteht also ein dringender Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Instrumente des Naturschutzes, die die Wohnbaulandentwicklung lenken sollen. Sonst besteht ernsthaft die Gefahr, dass die  Verbindung von Natur und Stadt, die die Schönheit der Stadt Freiburg ausmacht, auf absehbare Zeit verloren geht. 

Bei weiteren Interesse kontaktieren Sie gerne den Autor: jens.luedeke@web.de